Malberg ist stolz auf seine neue Brücke

Nachlese zur Brückeneinweihe 1951 - Aus der Geschichte der Gemeinde

Brückenweihe 1951
Das Band der neuen Kyllbrücke in Malberg wird zerschnitten

Als die Glocken der St.–Quirinuskirche zur Einweihung durch das Kylltal klangen und zur Brückeneinweihung riefen, begann für die Gemeinde ein neuer Abschnitt seit der Nachkriegszeit. In elegantem Bogen überspannt die neue Brücke, die von Pastor Volk eingeweiht wurde, die Kyll.
Die Malberger sind recht stolz auf ihr Werk, das trotz aller Schwierigkeiten vollendet werden konnte. Besonders wurde der Brückenbau von der Landwirtschaft begrüßt. Die Gemeinde dankte der Landesregierung und allen Helfern, die durch tatkräftige Mithilfe den Brückenbau forciert haben.
Im Jahre 893 wurde der reizende Ort im Kylltal zum ersten Male in der Geschichte erwähnt. Prächtig steht das Schloss auf uralter Gerichtsstätte. Götterfiguren und Bilder der Jahreszeiten schmücken das im Jahre 1701 vom Kölner Weihbischof Veyder erbaute Barockgebäude. Es ist das einzige Schloss im ganzen Kylltal, das noch von den direkten Nachkommen der alten Geschlechter bewohnt wird.
Wunderschön ist der Blick auf das Dorf im Schatten des Schlossberges.
Hart ist das Tagewerk der Malberger. Mit Gütern ist die Bevölkerung nicht reich gesegnet. Trotzdem aber leben dort aufgeschlossene, lebensfrohe und fleißige Menschen. Die Ackerbewirtschaftung ist durch die vielen Hangfelder und die Splitterparzellen sehr schwierig. Schon früh kam bei der Bevölkerung der Wunsch zum Ausdruck, den täglichen Lebensunterhalt auf andere Weise zu erwerben.

Bereits 1749 wurde eine Eisenhütte gegründet. Sie besteht heute in der Eifeler Metallwarenfabrik fort und gibt den Malbergern zum größten Teil Arbeit und Brot.

Auch die Sandsteinindustrie ist im Kylltal zu Hause. Eine stattliche Zahl von Steinmetzen trifft man hier beim Wiederaufbau zerstörter Häuser. Mitten im Dorf, alle Häuser überragend, erhebt sich die im Jahre 1905/07 erbaute neugotische Kirche mit ihrem künstlerischen Hochaltar und dem herrlichen Glockengeläute.

Die Kirche ist dem heiligen Quirinus geweiht.