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Turmhahn wacht wieder über Malberg
07. August 1996
Sanierung des Glockenturms auf der Malberger Pfarrkirche kostete 290.000 Mark
Feierliche Einweihung

Karl Mohr & Peter Weinand
Der Kirchturmhahn kam an seien alten Platz zurück.
Seit Samstag wacht der Turmhahn wieder auf der 56 Meter hohen Spitze der St. Quirinus-Kirche in Malberg.
"Ich segne den neu vergoldeten Turmhahn und wünsche, dass er uns stets den Weg in die richtige Richtung zeigt", so Dechant Hermann-Josef Hellinghausen in einer vom Pfarrverwaltungsrat in Malberg organisierten Feier.
Zu den Klängen des Musikvereins "Tell" beförderten Karl Mohr und Peter Weinand den Hahn in luftige Höhe.
Doch der Weg nach oben war gar nicht so einfach.
Ergänzt durch die vorher fehlenden Füße war der Turmhahn jetzt so groß, dass er nicht durch die Luken im Gerüst passte. Oben angekommen, kletterte Karl Mohr am geschmiedeten Turmkreuz hoch und setzte den goldenen Hahn in Position.
So wie es Brauchtum ist, wurde er mit einem Schnaps getauft und so seiner Aufgabe übergeben.
"Wir zeigen euch den neuen Kirchenhahn, er zeigt Euch Wind und Wetter an, er zeigt nach Norden, Osten, Süden, Westen, damit Ihr die Spenden nicht vergesset".
Mit diesem alten Spruch zogen Mitglieder des Pfarrgemeinderates durch die Malberger Straßen und von Haus zu Haus. Sie sammelten mehrere Tausend Mark für die Turmrestaurierung.
"Wir sind mit dem Ergebnis hoch zufrieden. Es übertrifft unsere Erwartungen bei weitem", so Karl Mohr.
Die Restaurierung des Glockenturms kostet rund 290 000 Mark. Geplant ist, die Schiefereindeckung zu erneuern, das Läutewerk des Glockenstuhls instand zu setzen und einen Blitzableiter zu installieren.
Die aus dem Jahr 1905 stammende Kirche soll bis zur 100 Jahr - Feier in 2005 noch weitere Restaurierungsarbeiten erfahren. Dazu gehören dann auch Arbeiten an der Orgel, wo einige Register schadhaft sind.




